Room with a view / Zimmer mit Aussicht

My room at the Royal Brompton

[ENGLISH]
They certainly keep you busy here: Rarely do I have more than ten minutes on my own before someone else barges through the door (ok, they knock politely first). This morning it was the nurse (checking me out), breakfast delivery, tea caddy lady, nurse (IV treatment), doctor (quick lung function), nurse (giving me a new medication I am starting on today), cleaner, nurse (checking my “vital signs”), doctor (announcing that my blood will be taken today), nurse (asking whether my bed needs making - no, it generally doesn’t), and then a few minutes ago a Buddhist nun who is part of the multifaith chaplaincy at the hospital here. She is from France, but took on a new Buddhist name when she got ordained as nun. We had a very nice chat.

As we talk about meditation I am again struck by two key differences between Buddhism and Christianity:
1 - in Buddhist meditation you find the necessary resources inside yourself, you “work hard” (her words) to achieve a higher state. As Christians we believe in a God who has come to us in Christ, has achieved for us everything we need to live as his children and offers us new life for free.
2 - in Buddhist meditation the body generally “gets in the way” and the spirit must free itself from physical limitations. Christianity is a thoroughly physical religion: God comes to us in a baby, in a man who shares life with his friends, suffers unbearable pain at the cross, rises again with a physical body, is remembered in the tangible elements of bread and wine, calls his followers his body on earth!

I may be “locked away” in a room for large parts of my days here, but the world is coming to me - so many nationalities and faiths I encounter in this hospital!

P.S. Just as I finish this, the guy who is going to take my blood walks through the door. He sees my Bible on the bed and comments on it - turns out he is a Christian and struggles to keep up his Bible reading. We have a good chat about Bible, fasting, grace, and he tells me that he is really encouraged by our conversation… Oh, lunch has just arrived!

[GERMAN]
Hier ist immer was los: Selten habe ich Ruhe für länger als zehn Minuten, dann rauscht wieder jemand durch die Tür (ok, sie klopfen vorher ganz höflich).
Heute früh war es die Krankenschwester (Morgenrunde), Frühstück, Heißgetränk (ja, das sind zwei getrennte Besuche), Krankenschwester (Antibiotikum intravenös), Arzt (Lungenfunktion), Krankenschwester (neue Medizin ab heute), Reinigungspersonal, Krankenschwester (Blutdruck, Puls, etc.), Arzt (lässt mich wissen dass heute “Blutspendentag” ist für mich), Krankenschwester (fragt ob mein Bett gemacht werden muss - mein Bett ist im Allgemeinen sehr zufrieden, nicht gemacht zu werden), und dann, vor ein paar Minuten, eine buddhistische Nonne, die hier im “Interreligiösen Seelsorgeteam” arbeitet. Sie ist aus Frankreich, aber bekam einen neuen Namen als sie zur Nonne ordiniert wurde. Wir haben ein gutes Gespräch.

Während wir über Meditation reden, wird mir wieder einmal bewusst, welch entscheidende Unterschiede es zwischen Buddhismus und Christentum gibt:
1 - in der buddhistischen Meditation findet man seine “Quelle” in sich selbst, man “arbeitet hart” (ihre Worte) um einen höheren Zustand zu erreichen. Als Christen glauben wir an einen Gott der in Christus zu uns gekommen ist, der für uns alles getan hat damit wir als Gottes Kinder leben können, der uns neues Leben anbietet - umsonst.
2 - in der buddhistischen Meditation ist der Körper in der Regel im Weg, der Geist muss sich von körperlichen Begrenzungen befreien. Der christliche Glaube ist eine sehr körperliche Religion: Gott kommt zu uns als Baby, als Mann der sein Leben mit seinen Freunden teilt, der unbeschreibliche Schmerzen erleidet am Kreuz, der mit einem wirklichen Körper wiederaufersteht, der in den “begreifbaren” Elementen von Brot und Wein gefeiert wird, der seine Nachfolger beruft, sein Körper/Leib auf Erden zu sein!

Ich bin zwar zur Zeit für den Großteil meiner Tage in einem Krankenzimmer “eingesperrt”, aber die Welt kommt zu mir - so viele Nationalitäten und Religionen, denen ich hier begegne!

P.S. Gerade als ich dies schreibe, kommt der Mann ins Zimmer, der mein Blut abnehmen will. Er sieht die Bibel auf meinem Bett und spricht mich darauf an. Es stellt sich heraus, dass er Christ ist und es schwierig findet, regelmäßig Bibel zu lesen. Wir haben eine gute Unterhaltung über Bibel, Fasten, Gnade, und am Ende sagt er, dass ihn unser Gespräch ermutigt hat… Ah, das Mittagessen wird gerade geliefert!

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