Archive für August 2007

Email addiction anyone? E-mail süchtig?

Read an article in today’s Guardian about the disease of checking emails at all times and in all places. Some pretty astute observations, I thought. To read it, just click on the “Guardian” link above.
Habe heute einen Artikel im Guardian gelesen über die um sich greifende Seuche, E-mails immer und überall abzuholen. Einige messerscharfe Beobachtungen. Zum Lesen, einfach auf den Guardian Link klicken…

Lehrling - Apprentice

Lehrling

Neulich musste ich mal wieder ein Formular ausfüllen und kam zu dem Feld “Beruf”. Für einen Augenblick war ich versucht, Lehrling einzutragen.
Denn das ist mein Beruf, meine Berufung, was ich bin - ein Lehrling. Wie lang denn die Lehrzeit ist und wann ich fertig bin, willst du wissen. Nun, auf die zweite Frage habe ich eine sehr exakte Antwort, auf die erste aber überhaupt keine. Meine Lehrzeit ist dann abgelaufen, wenn ich zum letzten mal Sauerstoff in Kohlendioxid umwandle: Einatmen, ausatmen, nichts… Wie lang die Lehrzeit noch ist? Keine Ahnung. Und was für eine Kunst ich denn erlerne? Es ist die Lebensschule und der Lehrmeister ist der Weltbeste in dieser Disziplin: Jesus, der Lebensschulmeister aus Nazareth.
Habe ich also Lehrling eingetragen? Nein, natürlich nicht. Die Folgen wären undenkbar. Stell dir vor, wie sich das auf meine Kreditwürdigkeit auswirken würde. Oder meine Chancen beim nächsten Berufsinterview. Mein Ansehen bei Freund und Feind. Meine Verdienstaussichten bei der nächsten Lohnrunde. Das wäre ja glatt ein Rückschritt um 2000 Jahre, in die Zeit von Petrus und Johannes, Andreas und Thomas und… Jesus.

Apprentice
A few days ago I had to fill in a form and I got to the field labelled “occupation” or sometimes “vocation”. For a moment I was tempted to write apprentice.
For that is what occupies me, my calling, who I am: an apprentice. How long will my apprenticeship last, you ask, and when will I be finished? I have a precise answer to your second question and none at all to your first. I will have graduated when I convert oxygen into carbon-dioxide for the very last time: inhale, exhale, nothing… How many more days or years will I be an apprentice? No idea. My master has not told me. And he is the foremost master of this art that I am learning: the art of living, the school of life. His name is Jesus, the famous art-of-living master from Nazareth.
Did I fill in apprentice in the end? Of course not. The consequences would be unthinkable. Just imagine how this would affect my credit rating. Or my chances at the next job interview. My standing with friend and foe. My pay rise at the next job review. That would be a 2000-year setback into the world of Peter and John, Andrew and Thomas and… Jesus.

God, play with us // Gott spiel mit uns

God give us rain when we expect sun.
Give us music when we expect trouble.
Give us tears when we expect breakfast.
Give us dreams when we expect a storm.
Give us a stray dog when we expect congratulations.
God play with us, turn us sideways and around.
Amen.
From: “When I talk to you - A cartoonist talks to God” by Michael Leunig, 2006
leunig01.jpg
Gott gib uns Regen wenn wir Sonne erwarten.
Gib uns Musik wenn wir Ärger erwarten.
Gib uns Tränen wenn wir Frühstück erwarten.
Gib uns Träume wenn wir einen Sturm erwarten.
Gib uns einen streunenden Hund wenn wir Glückwünsche erwarten.
Gott spiel mit uns, dreh uns seitwärts und dreh uns um.
Amen.
Aus: “Wenn ich mit dir rede - ein Cartoonist spricht mit Gott” von Michael Leunig, 2006

Back Home - Wieder zu Hause

Dear Friends,

Christoph is back home already, tucked up in bed. He had a chance to speak with the consultant surgeon and everything seems to have gone to plan yesterday.
Christoph is off work for two weeks now and we look forward to a hopefully speedy recovery…depending on the performance of “chief nurse Edda” :)
A huge thank you for all your prayers and all the care shown to us.

” We wait in hope for the Lord;
he is our help and our shield.
In him our hearts rejoice,
for we trust in his holy name.
May your unfailing lobe be with us,
Lord, even as we put our hope in you.”
Psalm 33:20-22

With much love,
Christoph and Edda

Liebe Familie und Freunde,

Christoph ist seit einer knappen Stunde wieder zu Hause. Heute morgen hatte er den Chirurg der die OP gestern durchgeführt hat gesehen und alles scheint nach Plan verlaufen zu sein.
Jetzt ist Christoph für zwei Wochen krankgeschrieben und nun hängt der weitere Genesungsverlauf stark von der Qualität der Pflege ab, die die “Oberkrankenschwester Edda” leisten kann….
Spaß bei Seite, wir danken euch von ganzem Herzen für eure Unterstützung und Gebete.

“Wir setzten unsere Hoffnung auf den Herrn, er steht und bei und rettet uns. Er ist unsere ganze Freude; wir vertrauen ihm, dem heiligen Gott. Herr, laß uns deine Güte erfahren, wir hoffen auf dich!” Psalm 33, 20-22

Herzliche Grüße aus der Gaviots Close Kinik,

eure Christoph und Edda

The Big 40 - Vierzig Jahre alt!

It has finally happened: A couple of weeks ago I crossed the legendary line into what some people regard as the second half of their time on earth! It was going to be a strange experience from the outset: I was scheduled to have sinus surgery a week before and was not going to be able to see anyone apart from Edda for two weeks to avoid infections - quarantine on your big birthday! In the end the operation had to be aborted after a few minutes and I learned that the surgeon found some tissue in the sinus that looked like brain tissue. Edda and I spent a few very unsettling days before we learnt that the brain is where it should be (although the bone between brain and sinus has been worn away in one place through the chronic infections). So we were able to have a very last minute reception with close friends and staff members from St James Church on my birthday after all! What a brittle and precious gift life is! And how often I waste my time with meaningless activities, pointless arguments, mind- and soul-deadening entertainment. “Lord, teach us to number our days that we may gain a heart of wisdom.” (Psalm 90:12, TNIV). Tomorrow I am going back into hospital for the second operation and I have learnt (again!) what a precious gift from God each new day is.

Es ist tatsächlich passiert: Vor ein paar Wochen habe ich die legendäre Linie in die sogenannte “zweite Lebenshälfte” überschritten! Es sollte von Anfang an ein seltsamer Geburtstag werden: Eine Woche vorher war eine Nebenhöhlenoperation geplant und deshalb war für den Geburtstag Quarantäne verordnet worden (wegen der Ansteckungsgefahr): Außer Edda sollte ich für zwei Wochen niemanden zu Gesicht bekommen. Die Operation musste jedoch kurz nach Beginn abgebrochen werden, da der Chirurg in der Nebenhöhle pulsierendes Gewebe entdeckte, das wie Gehirngewebe aussah. Edda und ich verbrachten einige nervenzehrenden Tage bis wir den Befund bekamen, dass mein Gehirn noch an der richtigen Stelle ist (allerdings ist die Knochentrennwand zwischen Gehirn und Nebenhöhlen an einer Stelle durch die chronischen Infektionen  fast oder völlig verschwunden). Wir konnten also doch eine spontane Geburtsagsfeier machen mit engen Freunden und Mitarbeitern der St James Kirche! Wie zerbrechlich und wertvoll ein Leben ist! Und wie oft verschwende ich Zeit mit sinnlosen Aktivitäten, zwecklosen Streitigkeiten, geist- und seelenzersetzender “Unterhaltung”. “Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.” (Psalm 90, 12). Morgen gehe ich wieder ins Krankenhaus für die zweite Operation und ich habe (wieder) gelernt was für ein kostbares Gottesgeschenk jeder neue Tag ist.

Noch ein Abendlied - Another evening song

Während ich “Der Mond ist aufgegangen” übersetzte (siehe Eintrag vom 10. Juli), fiel mein Blick im selben Choralbuch auf ein mir unbekanntes Lied (”Nun sich der Tag geendet”) mit einem Text von Gerhard Tersteegen aus dem Jahr 1745 (!), der mich sofort ansprach. Das Ergebnis ist eine musikalische Neufassung mit dem Originaltext (und wieder alle Strofen!) und mein erstes deutschsprachiges Lied seit langem.
Hier ist der Link zum Anhören: Mein Heim ist nicht in dieser Zeit

While translating “The silver moon” (10 July) I discovered another evening hymn in the German hymnal I was working with. The words were written by Gerhard Tersteegen, a well-known German hymn writer, in 1745 (!). I loved the words and have written my own music for it - my first song in German for a long time.
Here is the link if you want to listen to it (and apologies to those who don’t understand German): Mein Heim ist nicht in dieser Zeit

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